Ungefiltert

Soziale Netzwerke wie Facebook helfen uns dabei die tägliche Informationsflut zu bündeln. Sie lernen aus unserem Verhalten und zeigen, was für uns relevant ist. Dabei gehen andere Blickwinkel jedoch verloren - ohne dass wir es merken. Wie wirken sich diese Filterblasen auf unsere Meinungsbildung aus?

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Wie sieht die Welt für jemand anderen aus?

Facebook wird immer wichtiger für die politische Debatte: Zumindest ist das die Lehre, die aus der US-Wahl gezogen wird. Über Soziale Netzwerke wurden Nachrichten aus unseriösen Quellen verteilt und so Gerüchte und sogar Lügen gestreut.

Aber noch mal einen Schritt zurück:

Unser Facebook Feed ist voll von Posts unserer Freunde, deren Bilder wir kommentieren und deren Links wir anklicken. Dazu kommen Pages, die wir gelikt und Werbung von Produkten, die wir zuletzt online geshoppt haben. So lernt Facebook, was wir mögen, wie wir die Welt sehen, und zeigt uns fortan auch nur noch genau das. Dadurch befinden wir uns in einer „Filterblase“, die andere Meinungen auslässt und unsere eigene Meinung scheinbar hervorhebt.
Filterblasen sind nicht ausschließlich schlecht! Sie lenken den Blick aber in eine bestimmte Richtung. Um die eigene Blase für einen Moment zu verlassen, haben wir modellhaft vier verschiedene Facebook Feeds zusammengestellt. Im Interesse einer sauberen Darstellung wird pro Stream jeweils ausschließlich eine politische Strömung abgebildet.
Jeder Feed besteht aus der gleichen Anzahl an Quellen. Hierbei handelt es sich um Medien, Parteien oder politische Persönlichkeiten, die nach dem folgenden Verständnis von „Links“ und „Rechts“ eingeordnet wurden:

Links:

Parteien, Medien und Persönlichkeiten, die besonders Gleichheit und Gerechtigkeit in der Gesellschaft fordern und die Aufgabe des Staates in der sozialen Absicherung und der Solidarisierung mit Minderheiten und Schwächeren sehen.

Rechts:

Parteien, Medien und Persönlichkeiten, die Freiheit und das Nationale als besonders wichtig erachten und staatliche Bevormundung reduzieren wollen.

Mitte Rechts/Mitte Links:

Parteien, Medien und Persönlichkeiten, die sich in der Mitte der beiden Extreme wiederfinden und den aktuellen Zustand der Demokratie grundsätzlich gut finden.